Entscheidungen treffen

PfarrerSoffel

Wie machen wir weiter als Gemeinde? Trotzig Gottesdienste feiern?! Trotzig alles einstellen!? Gerne wollen wir „das alles und noch viel mehr;“ versuchen es zu vielen recht zu machen und verärgern dabei andere. Weihnachten in der Kirche zehnmal am 24.12. oder im Garten oder im Live-Stream oder doch wie alle Jahre wieder…

Corona macht mir auf neue Weise deutlich, wie schwer das mit dem Entscheiden ist. Und vor allem, wie schwer es fällt, Entscheidungen anderer mitzutragen, zu ertragen oder zu befolgen. Das gilt für die Mund-Nase-Schutz-Masken, für das Feiern von Hochzeiten oder die Besuche in Heimen oder den Zugang zu den Kindertagesstätten. Auch ich ertappe mich bei einer gewissen Sturheit, Gewohntes weiter zu machen oder Neues erst einmal kritisch zu beäugen.

Aber dann erinnere ich mich an die vielen Momente, in dem „Neues zu wagen“ mich bereicherte, mich wachsen ließ und im Nachhinein das wohl größte Geschenk war, das Gott mir gemacht hat. Andere entscheiden immer wie gut über und für uns. Weil ich das erfahren habe, ist mir nicht bang. Denn alle Versöhnung ist mehr als die Sorgen, die ich mir mitunter mache. Das wurde uns bei unserer Taufe zugesagt, und ermutigt mich auch in dieser Zeit, hoffnungsfroh auf das zu blicken, was kommen mag. Veränderungen gelingen gut:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
(2. Korinther 5,17ff )

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